Die industrielle Fertigung ist heute vielerorts vollends datengesteuert. Doch die sogenannten cyber-physischen Produktionssysteme (CPPS) bieten Cyber-Kriminellen eine grosse Angriffsfläche. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie CPPS aufgebaut sind und wie Hersteller und Betreiber die wachsenden Cyber-Risiken in der Industrie wirksam beherrschen können.
Die industrielle Fertigung ist heute vielerorts vollends datengesteuert. Doch die sogenannten cyber-physischen Produktionssysteme (CPPS) bieten Cyber-Kriminellen eine grosse Angriffsfläche. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie CPPS aufgebaut sind und wie Hersteller und Betreiber die wachsenden Cyber-Risiken in der Industrie wirksam beherrschen können.
Fertigungsmaschinen, die Werkstücke autonom erkennen, bearbeiten und die Datenbank des Lagers up-to-date halten – das ist schon heute Alltag in vielen Fabriken. In der sogenannten «Smart Factory» weicht die Trennung zwischen Information Technology (IT) und Operational Technology (OT) einer allumfassenden Vernetzung durch cyber-physische Produktionssysteme (CPPS).
Merkmale der digitalisierten Produktion sind:
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Modulare IT-/OT-Integration: Unternehmens-, Planungs- und Steuerungsebene laufen in hybriden, modularen Systemlandschaften zusammen
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Intelligente Feldgeräte: Feldgeräte, also Sensoren für die Steuerung, interagieren mit Prozessgeräten – so entstehen autonome cyber-physische Systeme (CPS) zur lokalen Datenerfassung und -analyse.
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Echtzeit-Ökosysteme: Lieferanten, Hersteller und Kunden greifen über Cloud-Plattformen, Remote-Zugänge oder API-Schnittstellen live auf Produktionsdaten (z. B. Auslastung, Qualitätskennzahlen) zu – oft vollständig integriert.
Durch diese intensive Vernetzung entsteht ein komplexes, oft autonom arbeitendes Ökosystem des «Industrial Internet of Things» (IIOT), das kundenspezifische, smarte Produkte bei gleichzeitig geringeren Stückkosten ermöglicht.
Erhöhte Angriffsfläche durch Vernetzung
Die Vernetzung im IIoT birgt jedoch auch Gefahren: Cyper-physische Produktionssysteme sind ein besonders attraktiver Angriffspunkt für Cyber-Kriminelle. Denn der Echtzeit-Datenaustausch zwischen internen Teams, Lieferanten und Kunden, schafft komplexe Datenflüsse mit unterschiedlichen Zugriffsrechten und Hoheitsebenen. Gleichzeitig erfolgt der Zugriff auf die Daten über viele externe Anbindungen, Remote-Zugänge und Machine-to-Machine-Verbindungen.
Dieses komplexe Umfeld – viele Nutzende und viele Zugänge – eröffnet Angreifern zahlreiche Eintrittspunkte. So kann Ransomware eingeschleust werden, die Produktionsprozesse lähmt, oder den Zugriff auf sensible Daten und geistiges Eigentum ermöglicht.
Die 3 essentiellen IIoT-Sicherheitsaspekte
Sichere Verbindungen zwischen Feldgerät und Steuerung via TLS, oder auch im gesamten Netzwerk via VPN reichen allein nicht, um agile IIoT-Ökosysteme zu schützen. Denn sie sichern nur den Datenverkehr nicht aber die Geräte selbst. Anders ausgedrückt: Sie verhindern Datendiebstahl, richten aber nichts dagegen aus, wenn Angreifende durch Hacking in das Netz gelangen.
Für einen umfassenden Schutz vor Cyber-Gefahren sind deshalb drei Voraussetzungen zentral:
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Sichere IIoT-Devices mit gehärteter Firmware, automatischen Updates und starker Authentisierung
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Know-how für die nahtlose, segmentierte Integration in bestehende IT-/OT-Netze
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Kontinuierliches Monitoring zur frühzeitigen Erkennung von Anomalien und Schwachstellen
Betreiber und Hersteller müssen Security gemeinsam denken
Beim Erwerb netzwerkfähiger IIoT-Devices reicht ein Blick auf Funktionalität und Preis nicht aus. Betreiber sollten Hersteller detailliert zu Konnektivität, Produkthärtung, Integrationssicherheit, Update-Strategie und Datenhaltung prüfen – nur so bleibt die IT-/OT-Infrastruktur vor neuen Risiken geschützt.
Hersteller gewinnen mit konsequentem Security by Design einen klaren Wettbewerbsvorteil: Sichere Produkte erleichtern den Marktzugang, reduzieren Haftungsrisiken und verlängern die Nutzungsdauer bei Kunden. Betreiber profitieren von zuverlässigen, langlebigen Lösungen mit geringeren Betriebsrisiken. Eine enge Zusammenarbeit lohnt sich daher für alle – angesichts steigender Angriffszahlen mehr denn je.
Welche Sicherheitsmassnahmen es auf dem Weg zu Industrie 4.0 zwingend umzusetzen gilt, lesen Sie im Wissens-Update «Industrie 4.0 – Revolution stellt Sicherheit auf den Prüfstand».