Mit Augmented und Virtual Reality eröffnen sich in der Smart Factory wortwörtlich neue Welten. Wie bei allen IoT-Anwendungen gilt aber auch bei den immersiven Technologien: Sie bieten nur dann tatsächlichen Mehrwert, wenn die Sicherheit oberste Priorität hat. Was Hersteller tun sollten, um umfassende IoT Security mit immersiven Technologien zu erreichen, lesen Sie in diesem Blogbeitrag.
In der Smart Factory ist alles mit allem vernetzt. Dabei werden enorme Datenmengen erzeugt. Diese in Echtzeit sinnvoll und übersichtlich darzustellen, sodass Mitarbeitende daraus relevante Informationen ziehen können, ist allerdings eine Herausforderung. Abhilfe schaffen immersive Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Diese erhöhen die Kollaborations- und Interaktionsfähigkeit zwischen dem Menschen und den ihn umgebenden Systemen, und dies unabhängig vom Standort.
Die Möglichkeiten von AR und VR in komplexen vernetzten Produktionssystemen sind vielfältig: Über VR-Brillen oder Head Mounted Displays können beispielsweise optische Warnsignale übermittelt werden, wenn ein Mitarbeitender den Sicherheitsbereich eines Roboters betritt. Ein weiteres Beispiel sind Schulungen. Sie finden interaktiv statt – entweder mittels AR direkt an den Maschinen oder von überall in der Welt aus in einem gemeinsamen virtuellen Raum. AR und VR unterstützen auch Reparatur und Wartung, indem Schritt für Schritt visualisiert wird, welche Arbeitsschritte zum Beheben eines Fehlers nötig sind. Künftig sollen damit ganze Industrieprozesse dargestellt, optimiert und unabhängig vom Standort des Produktionswerks gesteuert werden können.
Doch wie überall gilt, dass die vielfältigen Chancen auch mit Risiken verbunden sind. Immersive Technologien generieren in der Smart Factory nur dann Mehrwert, wenn bei der IoT Security keine Abstriche gemacht werden. Das heisst:
Sichere Datenintegration
Daten müssen vor unbefugtem Zugriff und unerlaubter Veränderung geschützt werden, aber den autorisierten Nutzern dennoch verlässlich zur Verfügung stehen (CIA-Triade: Confidentiality, Integrity, Availability).
Sichere Kontrollmechanismen
Es muss festgelegt und kontrolliert werden, wer auf welche virtuellen Daten, Modelle und Prozesse zugreifen darf. Dies können sowohl Menschen als auch Maschinen und Prozesse sein.
Umfassende Nachvollziehbarkeit
Zugriffe und Änderungen müssen lückenlos aufgezeichnet und unveränderbar abgespeichert werden.
Insbesondere Hersteller, aber auch Anwender müssen ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Sicherheit nicht erst bei der Implementierung von VR oder AR in einem IoT-Ökosystem zum Thema werden darf. Es gilt, IoT Security bereits im Entwicklungsprozess umfassend zu berücksichtigen.
Eine isolierte Betrachtung einzelner IoT-Geräte führt dabei nicht zum Ziel. IoT Security muss immer ganzheitlich gedacht werden. Denn die hohe Komplexität, die durch die Vernetzung in einem IoT-Ökosystem entsteht, bietet zahlreiche Angriffspunkte für Cyber-Attacken.

IoT-Ökosysteme sind komplex: Involviert sind viele verschiedene Akteure und Prozesse.
Die Sicherheit in einem solch komplexen System zu wahren, erfordert grosse Expertise. Für Hersteller und Anwender stellt sich dabei die Frage: Baue ich dieses Fachwissen selber auf? Oder setze ich auf langjährige und tiefgreifende IoT Security-Expertise eines externen Partners?
Was lohnt sich für Ihr Unternehmen, wenn es um das Design und die Implementierung der Sicherheit in Ihrem IoT-Produkt mit AR / VR geht? Die Entscheidungs-Checklisten «IoT Security – Make or Buy» helfen Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.